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-> Bildstein Hussl – Newsletter Juni 2018


© Ivan Bulaja

Status: Wir sind wieder da!

Die letzten Wochen waren gekennzeichnet von harter und schweißtreibender, manchmal schmerzhafter Arbeit und dem Fokus ganz klar auf nur ein Ziel gerichtet: so schnell wie möglich zurück auf den 49er zu kommen!

Intensive Arbeit in der Kraftkammer, Unterwassertherapie sowie sportpsychologische Betreuung standen sechs Tage die Woche von Früh bis Spät auf dem Programm. Zusätzlich wurde noch ein neues Boot in Empfang genommen, dieses umgebaut und nach Japan geschickt. Keine Frage – es waren harte und anstrengende Monate, aber wir haben mittlerweile schon eine gewisse Routine auf internationales Top-Niveau zurückzukehren. Ben konnte auf sein bewährtes Team zurückgreifen und bekam im Olympiazentrum jede Unterstützung die er nur brauchen konnte. „Der Rückhalt in meinem Umfeld war unglaublich und ich konnte mich jeden Tag voll und ganz auf die Reha konzentrieren. Für mich war es in dieser Phase unglaublich wichtig, mich auf die Dinge zu fokussieren, die ich auch beeinflussen kann. Deswegen habe ich all meine Energie in die Reha gesteckt um so schnell wie möglich wieder zurück am Boot zu sein“, gibt sich Steuermann Ben kämpferisch! 

Seit vergangenen Sonntag sind wir zusammen in Dänemark und bereiten uns in einem Trainingslager mit dem Österreichischen Segelnationalteam auf die nächsten Herausforderungen vor. Direkt danach geht es nach Kiel zur traditionellen Kieler Woche und anschließend zur Europameisterschaft nach Gdynia/Polen. Das große Ziel, die Weltmeisterschaft 2018 – bei der auch die ersten Tickets für die Olympischen Spiele vergeben werden – findet dieses Jahr in Aarhus in Dänemark statt.
Ein Video über die Reha und der harte Weg zurück könnt ihr euch hier anschauen.

 


Frühmorgendliche Trainings im Yacht Club Bregenz | © Kai Roos

Zurücktasten in der Heimat

Nachdem die letzten Wochen ein doch beachtlicher Fortschritt zu sehen war, wollten wir versuchen langsam einen Schritt weiter zu gehen. Erste Ausflüge auf größere Segelboote folgten aber die Anspannung war am Ende zu groß – sowohl Ben als auch David wollten wissen ob die Schulter bereit war kurze Segeleinheiten zu verkraften. Die Ärzte und der Betreuerstab gaben grünes Licht und so wurde kurzerhand das Trainingsboot für Europa, welches derzeit im Yacht Club Bregenz stationiert ist, fit gemacht, ein Betreuer und ein Schlauchboot organisiert und man wagte den Schritt aufs Wasser. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen – eine ganze Woche wunderbarer Wind machte ein aufbauendes Training möglich. Die Schulter schmerzte zwar nach dem ersten Tag am Wasser noch deutlich, wurde aber von Tag zu Tag stabiler und die Schmerzen verschwanden zusehends. 

Natürlich sind wir uns bewusst, dass wir noch ein gutes Stück von der Konkurrenz und unserer Bestform entfernt sind. Wir müssen uns jetzt Schritt für Schritt steigern und dürfen auf keinen Fall übertreiben. Es ist wichtig auf den Körper zu hören,“ zeigt sich der Steuermann nach der ersten Trainingswoche noch vorsichtig.

 


Wir bekamen deutliche Verstärkung auf dem 49er  | © Ivan Bulaja

Wir waren auch einmal jung!

Als wir jünger waren, gab es noch keinen 49er. Der Optimist und später der 420er waren unsere Spielzeuge, der 49er ein weit entfernter Traum. Wir bastelten und schraubten täglich an den Booten, versuchten alles so perfekt wie möglich zu machen. Die älteren Segler waren Vorbilder, unantastbar und für uns die Helden des Segelns.

Während der Trainingswoche kam uns die Idee, das wir mit den Schülern der Segelakademie Mehrerau in Bregenz eine Trainingsausfahrt mit dem 49er machen könnten. Die Idee wurde kurzfristig umgesetzt und so konnten wir um 6.30 Uhr in der Früh ein paar Optisegler mit auf den 49er nehmen und bei ordentlich Südwind zeigen, was unser Boot so alles kann. Strahlende Augen, begeisterte Kinder und vermutlich ein paar zukünftige 49er Segler waren der Verdienst!

„Früher war ein Skiff ein unglaublich cooles Boot, von dem wir nur träumen konnten. Wir konnten unseren kleinen Seglerfreunden zeigen was wir täglich machen und bekamen strahlende Gesichter – wir sind dankbar, dass wir das erreichen konnten“, zeigt sich Vorschoter David Hussl begeistert nach dem morgendlichen Segeln.

Aktuelle Infos gibt’s natürlich wie immer direkt über unsere Facebook-Seite.