Kurz nach 16 Uhr kündigten drei Kanonenschüsse die Ankunft Neptuns im Hafen an. Auf einem festlich geschmückten Boot fuhr der Herrscher der Meere gemeinsam mit seiner Entourage ein und wurde von den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern herzlich empfangen.

Nach seinem Einzug begab sich Neptun zum Fahnenmast, wo er seine traditionelle Ansprache hielt. Anschließend folgte die mit Spannung erwartete Bootstaufe. Insgesamt wurden sechs Boote und ihre «Täuflinge» in den Kreis der Seefahrer aufgenommen – selbstverständlich nicht ohne die traditionellen Prüfungen.

Zunächst mussten die Täuflinge durch den Meeresschlauch kriechen und dabei die mehr oder weniger kräftigen Schläge mit Fendern über sich ergehen lassen. Danach wartete das berüchtigte Taufbecken, das mit allerlei wenig appetitlichen Überraschungen gefüllt war. Den krönenden Abschluss bildete ein grosser Fisch, der seinen Weg – vorne oder hinten – durch T-Shirt, Smokingjacke oder andere Kleidungsstücke der Täuflinge finden musste. Zur grossen Freude der zahlreichen Zuschauer sorgten die kreativen Prüfungen für viele Lacher und beste Unterhaltung.

Direkt im Anschluss ging das Geschehen nahtlos in das traditionelle Hafenfest über. Gefeiert wurde sowohl im Freien als auch im Segellager, wo Band und Bar aufgebaut waren. Das Wetter zeigte sich wie angekündigt von seiner wechselhaften Seite, sodass die Gäste je nach Regenschauer zwischen drinnen und draussen wechselten. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Bei guter Musik, feinem Essen und vielen geselligen Gesprächen wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Die letzten Gäste fanden wohl erst bei Tagesanbruch den Weg zurück auf ihre Boote und in ihre Kojen.

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