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-> Bildstein Hussl – Newsletter Oktober 2018


Teilweise wirklich extreme Bedingungen für unsere Rennmaschine | © Ivan Bulaja

Bootstaufe in Japan!

Ein neues Boot zu bekommen und aufzubauen, solange daran zu basteln und zu tüfteln bis es absolut perfekt ist, hat schon etwas Wunderbares an sich. Wir wählten für unser neuestes Boot in der Flotte den Namen „Genki“. Genki ist japanisch und bedeutet so viel wie kraftvoll, energiegeladen, gesund. Genau diese Themen sind uns besonders wichtig. Gerade das Thema Gesundheit hat durch unsere Verletzungsvergangenheit eine große Bedeutung und hat uns in den letzten Monaten gezeigt, dass dies das höchste Gut ist. Unsere Taufpatin Lisa Farthofer hat eine bewegende  Rede gehalten und wir freuten uns sehr, unser neues Boot bereits in Japan zu segeln.

 


Unser Trainingscamp in Japan startet wunderschön: Bootstaufe mit Patin Lisa Farthofer | © OesV

 

6852 Inseln voller Kultur und Tradition!

Japan gilt mit seinen 6852 Inseln sowohl kulturell als auch historisch als ein Land der Superlative. Bei einem Kultur-Austausch hatten wir die Möglichkeit uns mit traditionellen Kimonos einzukleiden, japanisch zu schreiben und ein tolles Ensemble von traditionellen Musikern anzuhören. Die Menschen sind über die Maßen freundlich und hilfsbereit und schon bald fühlten wir uns in Enoshima sehr wohl. Es ist toll, aufgrund einer bevorstehenden Olympiade, unterschiedliche Lebensräume über vier Jahre intensiv kennen zulernen.


Wir sind bereit für Japan: in einem klassischen Kimono beim kulturellen Austausch | © OesV

Eine weitere Besonderheit in Japan – zumindest für Sportler, welche von einer intakten Natur abhängig sind – sind die vielen Taifune. Die Hauptsaison geht von Juli bis November, mit Spitzenwerten Ende August und Anfang September. Und genau diese haben wir deutlich gespürt: zwei historische Taifune zogen über Japan und hinterließen teilweise zerstörte Küstengebiete. Für uns bedeutete es riesige Wellen und viel Wind, was uns teilweise zu Trainingspausen zwang. Die Trainingsbedingungen waren ansonsten exzellent, mal abgesehen von den Haien, welche in der Bucht schwammen und uns beim Training beobachteten.

 

Weltcup in der Olympia-Bucht!

Nach der doch enttäuschenden WM in Aarhus war der Weltcup in Japan, welcher interessanterweise schon zur Segelsaison 2019 zählt, eine wohltuende Versöhnung. Wir gingen motiviert und voller Tatendrang in die Regatta. Der erste Tag hatte es gleich in sich. Ablandige und starke Winde mit einer atypischen Welle machten das Segeln nicht einfach. Wir platzierten uns im Mittelfeld. Am zweiten Tag gab es weniger Wind und wir konnten mit zwei guten Platzierungen den Rückstand zu den Top 10 deutlich reduzieren. Der wenige und schwierig zu lesende Wind verlangte schnelle taktische Entscheidungen und ein gutes Einfühlungsvermögen. Am dritten Tag gewannen wir die ersten beiden Wettfahrten und setzen mit einem dritten Rang noch Einen drauf. Diese Leistung katapultierte uns direkt ins ersehnte Medalrace.

Im Medalrace waren, nach einem guten Start, die Medaillen zum Greifen nah. Leider verloren wir den Rhythmus und mussten uns schlussendlich mit dem guten sechsten Gesamtrang begnügen. Die deutliche Steigerung von Tag zu Tag und der Beweis nach Aarhus wieder zur Weltelite zu gehören, bestärkt uns auf unserem Weg. Allerdings wissen wir auch, was an Arbeit und Entwicklung bis zur nächsten WM vor uns liegt.


„Das beste kommt zum Schluss“  | © World Sailing

Als Abschluss ein Sieg!

Die Enoshima Olympic Week ist zwar ansich kein Weltcup, gilt aber jedes Jahr als gute Trainingsregatta mit der Weltelite. Einerseits weil natürlich jeder so viel Trainingszeit wie nur möglich im Olympiarevier verbringen will, andererseits ist eine Regatta als Abschluss des Trainingsblocks genau das Richtige, um das im Training gelernte direkt umzusetzen.
Die Regatta startete bei wenig Wind und mit einer Welle entgegengesetzt zum Wind, was wiederum neue Bedingungen darstellten. Wir wussten damit aber schnell umzugehen und beendeten den ersten Tag auf dem dritten Rang. Am zweiten Tag gab es bei wieder leichtem Wind nur eine Wettfahrt, bei der wir aber einen überzeugenden Start-Ziel Sieg feiern konnten. Somit gingen wir als Führende in den letzten Tag. Wir hielten dem Druck stand, gewannen gleich noch ein Rennen und strahlten schlussendlich mit der Goldmedaille umgehängt vom Podium.


Dieses Bild an dieser Fackel hat eine ganz besondere Bedeutung für uns  | © Tobias Hatzmann

Japan war großartig! Aber es geht weiter..

Die über fünf Wochen lange Trainingsreise nach Japan ist vorbei und wir sind mittlerweile zu Hause und verarbeiten noch diese doch intensive Zeit! Wir haben zu Hause unser vertrautes Umfeld und unsere Freunde getroffen und bekamen viel Motivation und Zuspruch! Das hilft und tut gut.
Jetzt geht es für uns nach Kroatien zur Hochseestaatsmeisterschaft, um auch mal wieder eine Yacht anstatt unserem 49er zu segeln. Anschließend folgt eine Trainingseinheit in Zadar in Kroatien, bevor es im November und Dezember nach Argentinien weitergeht.