Live aus dem Trainingscamp unserer Olympiasegler

Bericht vom 50. Stammtisch vom 11. Februar 2021

12.02.21 (rf) Fünf Viertel vergnügliche Stunden konnte man beim zweiten virtuellen Seglerstammtisch erleben. Unsere beiden Spitzenseglerteams kamen am 11. Februar abends aus Vilamoura in Portugal live zu uns nach Hause. Sie berichteten spannend über ihren Trainingsalltag zur Vorbereitung auf die Regattasaison 2021.

Mit Benjamin Bildstein und David Hussl kann unser Club auf ein Fixstarterteam für die kommenden Olympischen Spiele, in der 49er Klasse verweisen. Und mit David Bargehr und Lukas Mähr auf dem 470er, haben wir eine zweite Mannschaft die kurz vor der Qualifikation zur Teilnahme in Tokio steht. Eine wunderbare Sache, so schnell werden wir nicht wieder in einer sportlich so glücklichen Situation sein!

Die vier Athleten gaben den Zusehern beeindruckende, hochinteressante Einsichten in ihren spitzensportlichen Trainingsalltag. Es ist enorm was es alles zu tun gilt um zur Weltelite der 49er und 470er Klasse zu gehören. Von früh morgens bis spät abends gibt es ein volles Rundumprogramm für körperliche Fitness und Mental-Training, segeltheoretischen, wetterkundlichen und revierspezifischen Wissen, Bootstechnik und natürlich steht praktisches Segeln oben auf der Liste. Dies teilweise unter fast unvorstellbar harten Bedingungen, gemeint ist damit auch der gewaltige Seegang der vor dem Trainingsort an die Ufer knallt. Da ist schon die Aus- und die Einfahrt eine gewaltige Herausforderung. Jeweils zu Beginn und zum Ende des mehrstündigen Trainings auf dem Wasser. Teilweise gibt es Gelegenheit sich mit Crews anderer Nationen zu messen. Weil in Vilamoura die nächste 470er WM im März stattfindet und es dort ums Olympiaticket für David und Lukas geht, darf kein Trainingstag, unter welchen Bedingungen auch immer, verloren gehen.

Es war eine Freude zu sehen und zu hören, mit welchem Spaß und mit welchen Ambitionen und hohem Engagement unsere vier Spitzensegler an der Sache sind.

Sie haben ihr derzeitiges Glücksgefühl über das seltene, gemeinsame Training zum Ausdruck gebracht. Normal trainieren die beiden Mannschaften an ganz unterschiedlichen Orten. Jetzt nicht der Fall, in diesem Fall hat Corona das ermöglicht. Corona begleitet natürlich unsere Segler auf Schritt und Tritt, was eine zusätzliche Belastung darstellt. Aber die Vier meistern das mit Hallo und lassen sich ihr Training nicht vermiesen.

Es waren höchst interessante und vergnügliche 5 Viertelstunden mit unseren Cracks, live aus erster Hand ihre Vorbereitungsarbeiten mit erleben zu können. Auch gab es kleine Tipps wie man erfolgreich Regattasegeln kann. Die werden hier nicht verraten. Die nächste Clubmeisterschaft wartet schon…

Alle Stammtisch-Teilnehmer bedankten sich für die eindrucksvollen Schilderungen. Und jeder der nicht dabei war, hat was versäumt!

Foto: Dominik Matesa

 

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