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-> KUB: „Voile/Toile – Toile Voile“ zu Gast im YCB

Was ist Kunst?

05.07.2016 (bb) Voile/Toile — Toile/Voile, 1975, ein In-situ-Kunstwerk von Daniel Buren, wurde am Freitag, den 24. Juni im Rahmen einer Optimistenregatta präsentiert. Mit dabei 15 junge Segler vom YCB, LSC, YCH und YCRhd und zahlreiche Schaulustige auf den begleitenden Yachten unserer Mitglieder. Die Segel wurden zwar in einem klimatisierten Kunsttransport herangeschafft, dann übernahm aber Mutter Natur das Kommando. Nach dem aufwändigen Aufriggen der Boote ging es bei vollkommener Flaute raus aufs Wasser. So manche helfenden Hände hatten im Eifer des Gefechts ihre Knotenkenntnisse etwas verlegt, und so hielten nicht alle Bändsel. Oje, ojemine! Das herannahende Gewitter hinter dem Pfänder wurde von den verantwortungsvollen Schiffsführern mit Argusaugen beobachtet, jedoch für nicht gefährlich gewertet. Welch eine Täuschung…

Urplötzlich frischte der Wind auf. Binnen weniger Minuten hatte er 6 Beaufort erreicht. Die Optisegler schafften die Rückkehr in den Hafen mit Bravour und ohne nennenswerte Blessuren, wenn man von den gerissenen Bändseln einmal absieht. Dies ging einher mit für uns Segler nicht weiter besorgniserregenden Kenterungen, wobei die Segel natürlich nass wurden (Stichwort: klimatisierter Kunsttransport). Der sich weiter dramatisch verstärkende außergewöhnlich heftige Gewittersturm bereitete nur einer der begleitenden Yachten Probleme, die sich in weiterer Folge von der Wasserrettung aus einer Legerwallsituation retten lassen musste. Zum Schluss jedoch waren alle heil und unbeschadet wieder im Hafen. Hier folgte mit den Dirty Mirrors, einer wunderbaren Band aus New York City, eine zweite Performance. Im Blauen Salon wurde zu fetzigen Rhythmen geshakt, draußen trommelte der Hagel auf die Boote. Drinnen versuchte die Lichtmaschine ihr Bestes, draußen grolle der Himmel und es leuchteten die inferioren Blitze. Was ist nun Kunst? Dies alles ist Kunst. Der Redakteur der NEUEN Vorarlberger Nachrichten hingegen musste die Performance Nummer drei von Mutter Natur auf der Bera auf offenem Wasser abwettern. Er meint dazu sinngemäß: ein Schiff bei diesen Bedingungen wieder sicher in den Hafen zu bringen, DAS ist Kunst!